GPS-Personenortung und die Rechtslage

Immer wieder erreichen uns Fragen zur Rechtslage beim Einsatz von GPS Ortungssystemen bei an Demenz erkrankten Personen. Primär stellt sich die Frage bei stationären Einrichtungen, die die Freiheits- und Persönlichkeitsrechte ihrer Bewohner nicht verletzen und freiheitsentziehende Maßnahmen unter allen Umständen vermeiden wollen.

Es ist für die meisten Einrichtungen eine sehr schwierige Entscheidung zwischen Bewachen und Beschützen der Bewohner mit Hin- oder Weglauftendenz abzuwägen. Es müssen die Persönlichkeitsrechte der Bewohner geachtet werden und freiheitsentziehende Maßnahmen vermieden werden. Einerseits sollen und dürfen sich an Demenz erkrankte Personen frei bewegen können, aber andererseits erwarten die Angehörigen, das die Person nicht unbemerkt die Einrichtung verlässt und dadurch in Not geraten könnte.

Viele Einrichtungen verfügen nicht über die erforderliche Personaldecke um alle Ausgänge zu beobachten um gefährdete Personen zu beschützen. Helfen kann hier ohne Zweifel ein GPS-Ortungsgerät, das z.B. als Armbanduhr oder Anhänger getragen werden kann. Ein GPS Ortungssystem hindert keinen Bewohner daran die Einrichtung zu verlassen. Hier wird lediglich das Entfernen von der Einrichtung detektiert und an eine verbundene App gemeldet.

Nun können die Verantwortlichen entscheiden, wie mit der Information bei den jeweiligen Bewohner verfahren wird. Bei einigen Bewohnern ist bekannt das sie nur eine kleine runde um den Block drehen, wieder andere gehen zum Einkaufen um die Ecke und die eine oder andere Person ist dafür bekannt, Ziellos durch die Gegend zu laufen ohne später den Weg zurück zu finden.

Die Frage ist ja nun, was tun bei den Personen, die nicht in die Einrichtung zurückfinden. Warten, Suchen, die Polizei verständigen und die halbe Nacht nach der Person suchen?

Die praktikabelste und schonendste Lösung für alle Betroffenen ist letztlich eine GPS Personenortung, um die Person ohne großen Aufwand und vor allem ohne großen Streß aufzufinden. Leider sehen aber viele Gerichte auch beim Einsatz von GPS Ortungssystem einen Eingriff in die Freiheitsrechte der betroffenen Personen. Es bedarf einer Genehmigung, obwohl die Betroffenen nicht unmittelbar an ihrem Fortbewegungsdrang gehindert werden. Für eine Genehmigung muss eine konkrete, drohende Gesundheitsgefährdung vorliegen.

Sollten Sie über den Einsatz einer GPS-Personenortung für Ihren Angehörigen nachdenken, ist es auf jeden Fall sinnvoll, vorher beim zuständigen Amtsgericht nach der dortigen Rechtsauffassung nachzufragen. Einige Amtsgerichte, sehen GPS Ortungssystem als Freiheitsentziehende Maßnahme, wieder andere sehen die Freiheit der Person nicht eingeschränkt und halten sie nicht für Genehmigungspflichtig.

GPS-Personenortung-ADAM

Die HIMATIC GPS Personenortung ADAM ist zur Ortung für an Demenz erkrankte Personen entwickelt worden und verfügt neben einem analogen Ziffernblatt über modernste Ortungstechnik. Mit der Personenortung ADAM und der HIMATIC Findus-App, erhalten Sie alle Funktionen, die an Demenz erkrankte Personen benötigen, wie z. B. GPS-Ortung, Sicherheitszone, Geozaun und SOS-Notruffunktion.

Wenn erforderlich, können Sie in Sekundenschnelle den aktuellen Aufenthaltsort der zu schützenden Person feststellen und so notwendige Maßnahmen einleiten. Sie müssen nie wieder nach Ihrem Angehörigen oder dem Pflegeheim-Bewohner suchen, ein Blick in die HIMATIC Findus-App genügt und Sie kennen den Standort außerhalb der Wohnung oder der Einrichtung.

Mit der GPS Personenortung ADAM und der Findus-App können sichere Bereiche definiert werden, um beim unbemerkten verlassen der Wohnung oder Einrichtung sofort und zuverlässing Informiert zu werden. So hat der Angehörige oder Betreuer immer das sichere Gefühl jederzeit kurzfristig Handeln zu können.

Schenken Sie der an Demenz erkrankten Person wieder die Freiheit, sich auch außerhalb der Wohnung oder der Einrichtung zu bewegen, schließlich kennen Sie den Aufenthaltsort wenn es Notwendig wird und können so Gefahr für Leib und Leben zuverlässig abwenden bzw. verhindern.

Die Findus-App ist Online

Es hat zwar etwas länger gedauert als geplant, aber am 01. Dezember letzten Jahres konnten wir endlich unsere lang ersehnte HIMATIC Findus-App Online bringen.

Besonders großen Wert haben wir auf die einfache Einrichtung des Geozauns gelegt. Auch wichtig dabei ist die zuverlässige Alarmierung der Angehörigen, wenn die an Demenz erkrankte Person den eingestellten Sicherheitsbereich verlässt.

Die Alarmierung erfolgt Akustisch und zusätzlich mit einer Text-Nachricht auf das Smartphone. Die Benachrichtigung wird alle 10 Minuten wiederholt, bis die Person in den Sicherheitsbereich zurückgekehrt ist.

Über diese Links geht es direkt zu den App-Stores

https://play.google.com/store/apps/details?id=eu.himatic.findus

https://apps.apple.com/de/app/himatic-findus/id1529839870


Aus dem Alltag unserer Arbeit

Seit über 10 Jahren sind wir mit dem Thema Demenz verbunden und konnten in dieser Zeit tausenden betroffenen Personen das Leben erleichtern und wieder etwas Sicherheit geben. Was uns immer wieder antreibt, sind die unzähligen Anrufe unserer Interessenten, die fast immer mit denselben Worten anfangen.

Mein Mann, meine Frau, mein Vater oder meine Mutter musste gestern von der Polizei gesucht werden, weil er oder sie weggelaufen ist.

So oder ähnlich beginnen fast alle Gespräche. Wir fänden es so wichtig, wenn bei der Diagnose der Krankheit, schon frühzeitig auf mögliche Komplikationen hingewiesen wird. Die ganze Aktion mit Polizei und Co. ist für alle Betroffenen extrem Belastend und könnte mit einem frühzeitig angeschafften GPS Ortungsgerät vermieden werden. Zumal die Akzeptanz zum Beginn oftmals wesentlich größer ist.

So funktioniert die GPS Ortung

Warum überhaupt eine Personenortung

Aus unserer Erfahrung verhält es sich mit an Demenz erkrankten Personen folgendermaßen.

Viele Personen, sind körperlich fit und verspüren verständlicherweise einen normalen Bewegungsdrang, so wie die meisten gesunden auch. Man möchte z.B. Spazieren gehen, in die Stadt zum Einkaufen, oder einfach nur Freunde besuchen.

Die Herausforderung

Bei gesunden Menschen ist das verlassen und zurückkommen in aller Regel kein großes Problem, außer, man befindet sich an einem fremden Ort oder man hat sich den Weg nicht gemerkt, weil man unaufmerksam war.

Bei den an Demenz erkrankten Personen ist es oft so, dass schon beim Verlassen der gewohnten Umgebung vieles oder sogar alles fremd erscheint. Sie laufen einen vermeintlich bekannten Weg und verlieren dann die Orientierung.

Die damit verbundene Herausforderung, ist nun, den Weg wieder zurück zu finden. Das gelingt nicht jedem, und im schlimmsten Fall wissen sie nicht mehr, wohin sie überhaupt zurück möchten oder müssen.

Die Angehörigen, die Pflegeeinrichtung etc.

Grundsätzlich sollen und dürfen sich an Demenz erkrankte Personen frei bewegen können, alles andere entspräche nicht den moralischen Grundsätzen und auch nicht unseren Gesetzen.

Nun verlässt die erkrankte Person den geschützten bzw. bekannten Bereich und keiner bekommt es mit. Das passiert öfter als man denkt.

In der ersten Phase versuchen die Angehörigen, Freunde oder das Pflegepersonal in der näheren Umgebung die Person zu finden. Das gelingt hin und wieder, weil entweder früh genug bemerkt wurde das die Person „abgängig“ ist, oder die Person wollte einfach nur mal an die frische Luft.

Ist die an Demenz erkrankte Person aber nicht in der Nähe, kommt bei vielen Angehörigen Stress und Panik auf (so wird uns immer wieder berichtet). Es folgt oft das, was alle gerne verhindert hätten.

Bei der Polizei wird eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Dies ist für alle keine schöne Situation. Polizisten durchkämmen die Umgebung, manchmal wird ein Hubschrauber eingesetzt und mit viel Glück wird die Person wohlbehalten aufgefunden. Der Stress, gerade für die erkrankte Person ist dabei enorm groß. Einige Angehörige haben berichtet, dass sich die erkrankte Person wie ein Verbrecher gefühlt habe. Noch nie hatten sie mit Personen in Uniform zu tun, die sie Ansprachen.

Die Vorsorge

Erst jetzt erfahren viele Angehörige zum ersten Mal, oft durch Gespräche mit der Polizei, dass es sogenannte GPS Ortungsgeräte für Personen gibt. Hier kommen wir, die HIMATIC GmbH als Anbieter von GPS Ortungssysteme ins Gespräch.

Viele Anrufe beginnen sehr ähnlich. Unser Opa, Oma, Vater oder Mutter sind letzte Woche zum wiederholten Male „weggelaufen“ und mussten wieder von der Polizei gesucht werden. Wir sind nervlich sehr angespannt und möchten vermeiden, dass er oder sie in die geschlossene Abteilung kommt. Die Polizei hat uns den Hinweis auf GPS Ortungsprodukte gegeben und deswegen rufen wir an.

Das kann eine GPS Personenortung

Im Beratungsgespräch erklären wir sehr ausführlich, wie eine GPS Personenortung das Leben mit an Demenz erkrankten Personen leichter machen kann und wird. Dabei ist die größte Hilfe ein sogenannter Geozaun.

Der Geozaun, oder auch Sicherheitsbereich genannt, ist ein virtuelles Netz oder Zaun, der in dem GPS Gerät gespeichert wird. Dabei wird um das Zuhause oder die Einrichtung der sogenannte Geozaun eingestellt. Virtuell bedeutet, in einer Landkarte, auf einem Smartphone, wird dieser Bereich definiert und mit der GPS Personenortung verbunden.

Verlässt jetzt die Person den definierten Bereich, erhält der oder die Angehörigen eine Benachrichtigung auf das Smartphone, so das die Person nicht unbemerkt seinen Aufenthaltsort verlassen kann. Wohlgemerkt, die Person wird nicht daran gehindert seinen Aufenthaltsort zu verlassen, es geschieht nur nicht mehr unbemerkt.

Ob sich nun jemand auf den Weg macht, um der erkrankten Person entgegen zu gehen, liegt in der Entscheidung der Angehörigen oder der Pflegeeinrichtung . Ab diesem Zeitpunkt wird zu jeder Zeit der aktuelle Aufenthaltsort der Person im Smartphone angezeigt. Zum Zeitpunkt X geht man der Person einfach entgegen, weil man ja weiß wo sie ist.

Fazit:

Jetzt wird weder Polizei, noch Hubschrauber, noch andere Personen benötigt, um die schutzbedürftige Person zu finden. Kein Stress für niemanden.

Ihre Fragen, unsere Antworten

Wir möchten Ihnen hier die Antworten auf die häufigsten Fragen geben, die in den letzten Jahren an uns gestellt wurden.

  • Wie groß ist die Reichweite der Personenortung ADAM?
  • Das GPS Signal ist weltweit zu empfangen und daher kann die GPS Uhr auch weltweit geortet werden. Einzige Voraussetzung ist eine funktionierende Mobilfunkverbindung.
  • Wie kann ich die Uhr Orten, wie sehe ich den Standort?
  • Sie erhalten zu der GPS Uhr ADAM unsere Findus App mit der sie zu jeder Zeit den aktuellen Aufenthaltsort des Trägers sehen können.
  • Kann ich die App auf mehrere Handys nutzen?
  • Ja, die App kann auf beliebig viele Handys genutzt werden und wenn gewünscht auch mit verschiedenen Zugangsdaten.
  • Mein Mann leidet an einer Hinlauftendenz, kann er die Uhr dann überhaupt noch bedienen?
  • An der Uhr müssen keine Einstellungen vorgenommen werden, alle notwendigen Einstellungen finden nur in der Findus App statt.
  • Ich habe wenig Erfahrung mit einem Smartphone, ist das einrichten der Findus App kompliziert?
  • Wir liefern die Uhr fertig eingerichtet und mit der Findus App verbunden zu. Sie müssen nur noch die App auf das Smartphone laden und schon sehen Sie die Uhr in der App.
  • Meine Frau ist im Pflegeheim, kann die Ortung auch vom Pflegeheim genutzt werden?
  • Wenn sie es wünschen, können wir auch für das Pflegeheim einen eigenen Zugang in die Findus App herstellen. Viele Pflegeheime nutzen bereits unsere Personenortung ADAM und die Findus App. Vielleicht ist ihre Einrichtung schon dabei.
  • Welche Mobilfunkkarte brauche ich für die Personenortung ADAM und was für einen Tarif?
  • Sie können jede beliebige Mobilfunkkarte verwenden die auch in einem Smartphone funktioniert. Der Tarif sollte mindestens 200 MB Datenvolumen enthalten. Sie können die Karte auch bei uns bestellen. Wir haben eigene Karten mit dem geeigneten Tarif und mit einer Laufzeit von nur einem Monat. Wir bauen die Karte direkt in die Uhr ein und dann ist für sie alles fertig.
  • Wie lange hält der Akku in der Personenortung ADAM und wie lange dauert das aufladen des Akkus?
  • In der Regel hält der Akku ca. 3 Tage, was aber immer von den Umgebungsbedingungen abhängig ist. Bei einer schlechten Mobilfunkverbindung kann die Laufzeit auch etwas kürzer sein, weil mehr Energie für das senden benötigt wird. Das aufladen dauert ca. 1 Stunde und könnte während der Essenszeit vorgenommen werden. Übrigens, der Akkustand wird permanent in der Findus App angezeigt.